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Die Klimaveränderung

Klimagase, wie CO2 Methan und andere, sind nützlich. Sie stellen sicher, dass sich in der Erdatmosphäre eine komfortable mittlere Temperatur von 15 Grad Celsius einstellt. Gäbe es sie nicht, würden auf der Erde ständig Temperaturen um -18 Grad herrschen. Das geschieht dadurch, dass diese Klimagase die Sonnenenergie, die von der Erde zurückstrahlt, wieder auf die Erde reflektieren. Für diesen Vorgang gilt der Zusammenhang, dass, je mehr Klimagas sich in der Atmosphäre befinden, desto mehr Sonnenstrahlen werden zur Erde zurückreflektiert und desto wärmer wird die Erdatmosphäre.

Den größten Anteil an den Klimagasen hat das Kohlendioxid. Aus diesem Grund wird ihm die Messrolle für die Entwicklung des Anteils der Klimagase in der Atmosphäre zugeschrieben. Kohlendioxid entsteht einerseits durch nahezu alle Verbrennungsvorgänge, andererseits wird Kohlendioxid aber auch absorbiert durch die Pflanzen, die auf die Erde wachsen. Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich diese beiden Vorgänge im Gleichgewicht befunden, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre blieb nahezu konstant oder änderte sich nur sehr langsam. Seit dem Beginn der industriellen Revolution ist das anders geworden. Wir haben gelernt, mit Hilfe der Verbrennung fossiler Energie uns das Leben und die Produktion von Gütern zu erleichtern. Seit diesem Zeitpunkt hat jede Generation wieder neue Ideen entwickelt, wie man mit Hilfe von fossiler Energie sich das Leben verschönern und erleichtern kann. Das sind alles sicherlich hervorragende Errungenschaften, wenn da das CO2 nicht wäre, das entsteht, wenn fossile Energie verbrannt wird. Die nachstehende Grafik zeigt die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit dem Beginn der industriellen Revolution.

Und folgerichtig wird sich die Temperatur auf unserer Erde erhöhen und hat es bereits getan.

Die nachstehenden Ergebnisse von acht unabhängigen Modellrechnungen sprechen eine deutliche Sprache.


Vorhersagen des globalen Temperaturanstiegs aus verschiedenen Klimamodellen.

(Quelle: IPCC Data Distribution Centre)


Alarmierende Anzeichen, so meinen wir. Und trotzdem gibt es noch viel zu viele Menschen, die hoffen, dass sie das nichts angeht. Im Jahre 2011 hat die KLIWA ein Klimamonitoring vorgelegt KLIWA_Monitoringbericht_2011.pdf (application/pdf-Objekt), das deutlich macht, dass auch bei uns beispielsweise die Niederschlagsmenge einerseits abnimmt, andererseits aber die einzelnen Ereignissen so zunehmen, dass mit höher werdendem Hochwasser zu rechnen ist.

Wir meinen, es wird Zeit, dass die Bürger im Ried selbst mit anfassen, um der Klimaveränderung Paroli zu bieten. Eine Energiegenossenschaft ist ein gutes Instrument dafür.

Energiekostensteigerung

In den letzten Jahren sind die Energiekosten jährlich zwischen fünf und zehn Prozent gestiegen Und es zeichnet sich keine Besserung ab. Im Gegenteil, die Prognosen sind düster. Und was können wir auch anderes erwarten? Auch bei den fossilen Rohstoffen wirkt der Markt. Je mehr die Ressourcen zur Neige gehen, desto teurer werden die Rohstoffe.

Wir meinen es wird Zeit, dass die Bürger im Ried selbst mit anfassen, um den Energiepreisanstieg zu bremsen. Eine Energiegenossenschaft ist ein gutes Instrument dafür.

Gemeinsam sind wir stark.

In den letzten drei Jahren sind in Deutschland mehr als 200 Energiegenossenschaften entstanden, und es werden ständig mehr. Die Menschen stehen auf und nehmen die Sache mit der Energie selbst in die Hand. Wir sind davon überzeugt, dass wir das im Hessischen Ried auch hinbekommen. Eine Energiegenossenschaft ist ein hervorragendes Instrument dafür.

Chancen für die Zukunft

Die erneuerbaren Energien haben sich zu einer der führenden deutschen Technologiebranchen entwickelt. Sie sorgen für Wachstum, regionale Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze.
Investitionen in erneuerbare Energien schaffen Arbeit. Seit 1998 hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig mehr als verfünffacht. Heute arbeiten etwa 367.000 Menschen bei Herstellern, Zulieferern und Projektierern der Erneuerbare-Energien-Branche.

Erneuerbare Energien sorgen für Wachstum. Im Jahr 2009 setzte die Branche insgesamt rund 36 Mrd. Euro in Deutschland um. Etwa 20 Mrd. davon flossen in Investitionen für neue Energieerzeugungsanlagen, Produktionsanlagen, Forschung und Entwicklung. Das schafft neue Wachstumsimpulse für Beschäftigung und Entwicklung. Der Export trug im Jahr 2008 mit 12 Milliarden Euro zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland bei. Auch das Hessische Ried kann daran partizipieren. Eine Energiegenossenschaft ist ein guter Anstoß dafür.